Mnushi in Familienzeltlager

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Jedes Jahr in Hameln wird ein Familienfestival für die russischsprechenden Familien aus ganz Europa durchgeführt. Im Mai 2016 bat ich dort einen Mnushi-Workshop an. Etwa 30 Teilnehmer haben sich gemütlich auf der Wiese des Tönebon Campingplatzes gemacht. Die Griffe, die wir gemeinsam ausprobiert und geübt haben, sahen einfach aus. Das wichtigste beim Mnushi –Praktikum ist nicht die Massage, sondern das Beisammensein. Mitatmen, mitfühlen, mitleben.
Eine Teilnehmerin, die zusammen mit ihrer 16-Jährige Tochter dabei war, hat mich ein paar Tage später angerufen. Sie erzählte, dass ihre Tochter nach dem Festival wegen der Blinddarmentzündung dringend operiert werden musste. Nach der OP rief sie ihre Mutter an und bat darum, dass sie einfach in die Klinik kommt und ihre Hand hält: „Mama, so wie wir im Hameln gelernt haben“. Das Mädchen hat das Mittel gegen Sorgen genau richtig gefunden (sonst hätten sie wie immer eventuell Schach gespielt), und erlaubte sich ihren Willen zu äußern. Laut Mama hat das Mnushi-Erlebnis den beiden geholfen, den ersten allerschwierigsten Tag nach der OP zu überleben.
Ich danke der Teilnehmerin, dass sie diese Geschichte öffentlich machen lässt.

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